Kirche Ottendorf

Aktuelle Baustelle: Die Jahn-Orgel der Kirche

Die gute Nachricht zuerst: Die Orgel ist grundsätzlich in einem besseren Zu­stand als erwartet. Trotzdem ist eine Erneuerung des Orgelmotors, einiger Membranen und der Orgel­elektrik nötig. Kurz­fristig wurde uns dies genehmigt. Hierfür wird eine mittlere vier­stellige Summe nötig. Vor dem Hintergrund einer nötigen Sanierung der gesamten Kirche sind wir für die Kirche Ottendorf über jede Spende auf folgendes Konto dankbar:

Kontoinhaber: Kassenverwaltung Pirna
Verwendungszweck: RT 2632, Spende Erhalt Kirche Ottendorf von Name, Vorname, Anschrift
IBAN: DE33 3506 0190 1617 2090 19

(Bei Spenden bis 200€ gilt der Einzahlungsbeleg als Spenden­quittung. Bei Spenden darüber hinaus stellen wir gern Spenden­bescheinigungen aus. Bitte vermerken Sie darum Ihren Namen und die Anschrift auf der Überweisung.)

Über die Kirche

Etwa acht Kilometer südlich von Pirna, zwischen Kurort Berggießhübel und Liebstadt, befindet sich in Ottendorf eine der schönsten Kirchen der Sächsischen Schweiz. Ursprünglich ein romanischer Bau, wurde sie Ende des 14. Jahrhunderts gotisch erneuert. Die Chorfenster mit ihrem reichen Maßwerk sowie die erst 1975 im Chorraum wiederentdeckten und freigelegten Fresken mit Aposteldarstellungen sind bemerkenswerte Zeugnisse dieser Zeit. Die heutige Gestalt der Kirche wurde jedoch noch durch weitere Bauphasen geprägt.

Kunstwerke aus Renaissance und Barock

Gegen Ende des 16. Jahrhunderts stiftete der damalige Herr des Ottendorfer Schlosses, Hans von Lindenau, die Erneuerung des Kirchenschiffes und wichtiger Ausstattungsstücke der Kirche. Aus dieser Zeit stammen die von Franz Ditterich d. Ä. geschnitzten Reliefs des wohlproportionierten, dreigeschossigen Renaissancealtars von 1591 (Abendmahl, Kreuzigung, Auferstehung Christi) und der Kanzel, ebenfalls aus dem Jahre 1591 (Himmelfahrt Christi, Pfingsten, Bekehrung des Paulus, Weltgericht). Als bedeutendster beweglicher Kunstschatz der Kirche gilt ein von Lucas Cranach d. J. gemaltes Porträt des Hans von Lindenau, welches heute als Dauerleihgabe im Dommuseum Meißen seinen Platz hat. Von der Zeit des Barocks (1723 und 1748) künden vier prächtige Epitaphien für Mitglieder der Familie von Carlowitz, geschmückt mit Figuren der Tugenden. Auch das Gehäuse der kleinen Orgel (zweimanualig, elf Register) ist im wesentlichen barock; das ursprüngliche Orgelwerk wurde jedoch um 1900 durch ein neues ersetzt. Die Brüstungen der Emporen im Kirchensaal sind mit in Gelb und Rot gehaltenen Malereien biblischer Szenen in Medaillonform versehen (Ende 17. Jh.). Der schlichte Taufstein zeigt klassizistische Formen. In einer letzten größeren Umbauphase erhielt die Kirche um 1900 an der Nordseite im Winkel zwischen Schiff und Chor einen neuen, wuchtigen Turm mit einer spitzen Haube.

(Informationen unter Über die Kirche mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers (geringfügig aktualisiert) übernommen aus: »Kirchen in der Sächsisch-Böhmischen Schweiz«, Tourismusverband Sächsische Schweiz e. V. (Hrsg.), Bad Schandau, 2002)